Wald Tips für Zeitraffer

Tipps für ein gelungenes Zeitraffervideo

Denke voraus

Wenn dein Zeitraffer länger geht, solltest du ein bisschen in die Zukunft denken. Es kann sonst passieren das du an einem Strand bist und du nach einiger Zeit merkst das die Flut kommt oder du am Strassenrand vor einer Einfahrt stehst und nach einer Stunde der Hausbesitzer auf seinen Parkplatz möchte. Wenn du dann dein Timelapse abbrechen musst, ist dies sehr ärgerlich. Also immer voraus denken!

Plane genug Zeit ein für die Vorbereitung

Stativ aufbauen, Bildausschnitt richtig wählen, die Kamera richtig einstellen, Probeaufnahmen machen, Intervalometer einstellen usw. Das benötigt meistens mehr Zeit als man denkt. Vor allem wenn du noch nicht so geübt bist. Daher plane für die Vorbereitungen genug Zeit ein. Ich habe es auch schon erlebt das ich den besten Teil des Sonnenuntergangs verpasst habe weil ich zu lange zum Einrichten brauchte.

Wähle das richtige Intervall

Etwas vom wichtigsten beim Zeitraffer ist das Intervall. Es braucht Erfahrung, um bei jeder Aufnahme das richtige Intervall zu bestimmen. Es gibt aber natürlich Anhaltspunkte, an welchen man sich orientieren kann. Hier findest du die wichtigsten Intervalle:

  • Vorbeiziehende Wolken: ca. alle 2 – 10 Sekunden
  • Sonnenaufgang / Sonnenuntergang: ca. alle 5 – 15 Sekunden
  • Wandernde Schatten: ca. alle 10 – 60 Sekunden
  • Aufgehende Blüten: ca. alle 30 – 60 Sekunden
  • Passanten: ca. alle 1 – 5 Sekunden

Wie du siehst, sind die Zeiten recht dehnbar.

Grundsätzlich gilt je schneller die Bewegung, desto kürzer das Intervall.

Fotografiere unbedingt im RAW Format

Das RAW Format gibt dir in der Nachbearbeitung die Reserven, welche du brauchst. Wenn du über mehrere Stunden fotografierst, wird die Farbtemperatur des Lichts sich stark verändern. Da wir bei einem Zeitraffer alle Werte auf manuell eingestellt haben, ist auch der Weissabgleich fix eingestellt.

In einem RAW kannst du denn Weissabgleich in der Nachbearbeitung ohne Probleme verändern.

Gleich sieht es bei der Belichtung aus. Das Raw gibt dir hier viel mehr Spielraum, um z.B. die Tiefen etwas aufzuhellen. Wenn ich eine Landschaft fotografiere, belichte ich immer -0.3 bis -0.7 Blendenstufen, um einen ausgebrannten Himmel zu vermeiden. Eine Unterbelichtung aufzuhellen ist möglich einen ausgebrannten Himmel zurück zu gewinnen ist unmöglich. Hier gibt mir das RAW die nötigen Reserven.

Klar kann man auch einen Verlaufsfilter verwenden oder ein Bracketing für ein HDR machen. Die Handhabung ist aber einiges komplizierter und bei einem Motion Timelapse wird die Option mit dem Filter schwierig, da sich der Horizont bei einer Vertikalen Bewegung verschiebt. Die modernen Kameras geben uns also hier mit dem RAW meist genügend Informationen, welche beim JPEG nicht mehr vorhanden sind.

Setze den Fokus richtig

Wenn du die Kamera einrichtest, nimm dir genug Zeit, um den Fokus richtig einzustellen. Beachte dabei auch, dass sich die Blende beim heiligen Gral auch verändern kann und dadurch sich die Schärfentiefe verändert. Mache also hier Probeaufnahmen und überprüfe ob die Schärfe dort ist wo sie sein soll.

Framing is key

Verlasse dich bei einem Zeitraffervideo nicht nur auf den Zeitraffer-Effekt. Es ist wichtig das du bei der Bildkomposition genau so vorgehst wie bei einem einzelnen Foto. Mache also von einer Szene nur ein Zeitraffer, wenn du meinst es würde auch als einzelnes Foto gut aussehen.

Schalte den Bildstabilisator aus

Da wir bei einer Zeitrafferaufnahme auf dem Stativ arbeiten, musst du den Kamerainternen und den Objektivstabilisator, wenn vorhanden ausschalten. Dieser kann sonst bei längeren Belichtungen das Bild unscharf machen.

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